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dl5di
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Dabei seit: 15.09.2004
Beiträge: 916
Herkunft/Wohnort: Kruft bei Andernach/Rhein
Name: Hans-Jürgen

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Hallo Günter!

Das hat mit Frustration nichts zu tun.

Wir haben hier von Anfang an schon die Verbindung des Amateurfunks mit dem Internet vorangetrieben.
Mailzugang und Verlinkung unserer Packet-Radio-Digipeater mit dem Internet sind mit die ältesten im Netz, da haben manche noch behauptet, das sei alles illegal.
Ich hatte schon eine Vernetzung des Telefon-BBS-Netzes "HamNet" mit DB0LJ für Filedownloads in Betrieb, da gab es das Internet noch gar nicht.
Bis zu der Funkturm-Thematik haben viele PR-SysOps noch gemeint, das Netz sei mit seinen 9k6-HF-Linkstrecken noch zu retten, manche glauben es wahrscheinlich heute noch.

Manchmal denke ich nur, dass es Sinn machen könnte an die Vernunft verschiedener Leute zu appelieren, denn in dem Moment, wo gar kein Funk mehr beteiligt ist und der Repeater nur noch als Schnittstelle zur Verbindung von Internet-Benutzern genutzt wird, es egal wird ob das parallel auch noch über Funk abgestrahlt wird und dort eventuell noch einer zuhört, ist es dann wirklich auch aus meiner Sicht vorbei.
Dafür betreibe ich die Technik nicht an einem schwer zugänglichen Ort in 600m Höhe, wo die Daten 2 mal über Funkstrecken geschaufelt werden müssen und der Strom um ein Vielfaches teurer ist als zuhause.
Dann sollen die Leute doch wirklich Skype machen und nicht unnötig noch QRGs belegen.

Ansonsten bin ich seit ewigen Zeiten der Meinung, dass die von Dir beschriebene "Variante 2" dazu führen wird, dass alles ruckzuck veraltet und es überhaupt keinen Nachwuchs mehr aus den Löchern lockt.

Ich weiss, dass viele ältere OMs von Echolink, D-Star, SDR, DRM und all den Dingen, die sie nicht wirklich verstehen, nichts halten, von einfacheren Lizenzbedingungen sowieso nicht, obwohl sie die Prüfungen selbst gar nicht mehr schaffen würden, noch auf Röhrentechnik geprüft wurden (wie ich auch) und am liebsten auf dem Stand von 1980 stehen bleiben würden.
"Hauptsache es bleibt alles beim Alten und man muss nichts Neues lernen. Nach mir die Sintflut."
Aber an dem Punkt will ich jetzt lieber aufhören, da mach ich mich schnell unbeliebt und dann könnte es wirklich Frust sein .... großes Grinsen

Die in meinem ersten Beitrag angesprochenen Dinge können mich nicht frustrieren, bestenfalls herausfordern, denn das kann man notfalls alles per Software regeln und ich bin Programmierer.

Schönes Wochenende!

__________________
73 de Hans-Jürgen, DL5DI

Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell sich eine miserable Gegenwart in "die gute alte Zeit" verwandelt. geschockt

20.03.2009 20:28 dl5di ist offline Email an dl5di senden Homepage von dl5di Beiträge von dl5di suchen Nehmen Sie dl5di in Ihre Freundesliste auf
dl5di
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Echolink/D-Star Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Bei DB0MYK betreiben wir sowohl einen Echolink-Zugang als auch einen D-Star-Repeater.

Ein paar Dinge möchte ich gerne klarstellen nachdem man manchmal ganz kuriose Behauptungen liest und hört:

Echolink und D-Star sind digitale Betriebsarten, die sich jedoch deutlich darin unterscheiden, wie weit sie digitalisiert sind.
- Bei Echolink wird im Repeater digitalisiert, der Funkweg ist rein analog.
- Bei D-Star ist der gesamte Übertragungsweg vom Funkgerät des einen Benutzers bis ins Funkgerät des anderen Benutzers digitalisiert.
Das hat Auswirkungen auf Bandbreite, Übertragungsqualität, mögliche Inhalte und vieles mehr.
Die Daten werden auf dem Übertragungsweg nicht durch irgendwelche Umsetzungen verändert.

Wer behauptet, das sei dasselbe, hat schlichtweg keine Ahnung. Bei Echolink ist beim Benutzer gar nichts digital, alles herkömmliche, analoge Übertragunstechnik.
Lediglich das Netztwerk zwischen den Umsetzern arbeitet digital.

Auf beiden Repeatern hört man dann schonmal, der Repeater sei Schuld an schlechter Modulation, zu geringer Lautstärke etc..
Bei D-Star ist das eindeutig komplett falsch, denn es werden 1 und 0 vom Funkgerät bis zum Funkgerät übertragen. Daran ändert der Repeater überhaupt gar nichts. Es gibt keine "kleine 1" und keine "große 0", die für die Lautstärke oder den Ton zuständig sind.
Es gibt nur "keine 1" und "keine 0", Unterbrechungen des Datenstroms, was zu mehr oder weniger starken "Verpixelungen" führt, also Aussetzern in der Modulation bis hin zu totalen Ausfällen.
Alles andere, zu laut, zu leise, zu wenig Höhen oder Tiefen, ein Klang wie aus der Blechdose, ist ausschließlich Sache des Equipments der Gesprächspartner, darauf hat kein Repeater oder Gateway irgendeinen Einfluss.
Die Modulation wird auch nicht durch große Entfernungen schlechter, leiser etc.. Eine 1, die ich nach Australien schicke, wird auf dem Weg nicht kleiner oder größer.
Wer im Internet ein Bild oder andere Daten überträgt schickt auch 1 und 0 und da kommt auch nicht blau statt gelb an, nur weil der Weg länger war.

Bei Echolink wird die Modulation in gewissem Masse schon vom Relais beeinflusst, denn dort läuft die Umwandlung von Digital in Analog und umgekehrt.
Das Relais behandelt aber alle Gegenstationen gleich, da wird nicht ein OM lauter wiedergegeben als ein anderer.
Die schlechteste Modulation haben in der Regel die PC-Benutzer. Billigste Mikrofone und falsche Einstellungen, Hall, Rückkopplungen und sonstiger "Schrott" führen dazu, dass die Modulation um Längen schlechter ist als die einer einfachen Handfunke.
Auch bei Echolink spielt die Entfernung überhaupt keine Rolle, denn die Internet-Strecke läuft rein digital, nur 1 und 0 wird geschickt und keine 1 ändert sich in der Größe und macht dadurch die Modulation leiser.
Es geht oder geht nicht, kaputt oder ok, aber nicht laut und leise.
Die meisten PC-Benutzer haben den "Booster-Button" in den Mikrofoneinstellungen nicht gesetzt, dadurch sind die meisten Headsets viel zu leise.
Die Aussteuerungsanzeige von Echolink muss den blauen Bereich voll überstreichen und in den Spitzen bis ins Gelbe gehen und nicht nur am Anfang des blauen Bereichs rumzappeln.

DB0MYK ist per HF-Link am Internet angebunden, parallel mit D-Star, Packet-Radio, APRS, Web und anderen Dingen, und hat dort nur eine begrenzte Kapazität.
Aus diesem Grund sind D-Star-Dongles und Echolink-Konferenzen, die das Datenvolumen vervielfachen, nicht zugelassen.
Wenn jemand per Echolink vom PC mit DB0MYK verbunden ist und er selbst wird währenddessen noch von jemand anders connectet, wird auch das als Konferenz erkannt und sein Link zu DB0MYK getrennt. Das macht die Echolink-Software so und das ist auch gut so, es verhindert, dass Benutzergruppen sich von PC zu PC unterhalten und dabei parallel den Repeater blockieren.
Man kann das Trennen in diesem Fall verhindern indem man selbst in seinen Einstellungen auch das Bilden von Konferenzen abschaltet. In dem Moment werden zusätzlich anrufende Stationen abgelehnt und der bestehende Link nicht getrennt.

Ich halte es generell nicht für sinnvoll wenn sich lizenzierte OMs, die die Möglichkeit haben einfach ihr Funkgerät einzuschalten und direkt über das Relais zu sprechen, nur noch per PC anbinden.
Wenn die Software es zulassen würde, würde ich diese Art des Betriebs unterdrücken, aber leider geht das "noch" nicht ohne auch ferne Stationen damit zu unterdrücken.
Für PC-Benutzer gibt es Skype & Co..
In erster Linie läuft bei DB0MYK Echolink wie D-Star zur Vernetzung von Repeatern und für ferne Ziele, die anders nicht erreichbar sind. Für lokale Benutzer ist sehr teure und aufwendige Funktechnik installiert.
DB0MYK ist keine abgesetzte Vermittungsstelle für PC-Benutzer, sondern ein Amateurfunk-Repeater!
Ein wenig mehr Verständnis mancher Benutzer könnte uns zeitaufwendige Software-Modifikationen ersparen.

__________________
73 de Hans-Jürgen, DL5DI

Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell sich eine miserable Gegenwart in "die gute alte Zeit" verwandelt. geschockt

19.03.2009 14:29 dl5di ist offline Email an dl5di senden Homepage von dl5di Beiträge von dl5di suchen Nehmen Sie dl5di in Ihre Freundesliste auf
 
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